Dec 06, 2023
Prüfnormen für den Handschutz
Foto: Watson Gloves Die Antwort lautet Laura Whitlock, Senior Director of Marketing
Foto: Watson-Handschuhe
Die Antwort lautet: Laura Whitlock, Senior Director of Marketing and Innovation, Watson Gloves, Burnaby, British Columbia.
Nach Angaben der International Association of Drilling Contractors sind Hand-, Finger- und Handgelenksverletzungen für 46 % aller meldepflichtigen Vorfälle in der Branche verantwortlich.
Was kann beim Handschutz getan werden, um Handverletzungen vor Ort zu minimieren?
Benutzer müssen spezifische Gefahren vor Ort einschätzen, um sicherzustellen, dass für die jeweilige Aufgabe die richtigen Handschuhe – mit dem entsprechenden Schutzniveau – verwendet werden. Handschuhe sind die letzte Verteidigungslinie.
Zwei globale Standards bewerten das Schutzniveau von Arbeitshandschuhen: ANSI/ISEA 105 (anerkannt in Nordamerika) und EN388 (anerkannt in Europa). Alle Tests müssen in akkreditierten Prüflaboren durchgeführt werden.
Gemäß ANSI/ISEA 105 wird Handschutz auf spezifische Leistungseigenschaften im Zusammenhang mit mechanischem Schutz (Schnitt-, Durchstoß- und Abriebfestigkeit), chemischem Schutz (Permeations- und Abbaubeständigkeit) und Hitzeschutz (Entzündung, Wärmeabbau und leitfähige Hitzebeständigkeit) getestet.
EN388-Tests für mechanische Gefahren: Abrieb, Schnitt, Reißen, Durchstoßen, Schlagfestigkeit, Kälte- und Chemikalienbeständigkeit.
Es ist wichtig zu beachten, dass Handschuhe unter Laborbedingungen getestet und so konzipiert werden, dass sie Kriterien erfüllen, die nur annähernd realen Arbeitsbedingungen entsprechen.
Der Zweck dieser Standards besteht darin, Herstellern eine Möglichkeit zu bieten, ihre Produkte nach bestimmten Leistungsqualitäten zu klassifizieren und Benutzern bei der Auswahl eines geeigneten Handschutzes zu helfen. Benutzer können erkennen, nach welcher Norm ein Handschuh getestet wurde, indem sie nach dem ANSI/ISEA 105- und/oder EN388-Piktogramm auf dem Handschuh suchen.
Im Jahr 2021 arbeitete das Handschutzkomitee der International Safety Equipment Association an der Überarbeitung des ANSI 105-Standards, um die Einführung einer standardisierten Produktkennzeichnung zur Angabe der Klassifizierung wichtiger mechanischer Eigenschaften (Schnittfestigkeit, Durchstichfestigkeit ohne Nadelstiche und Abriebfestigkeit) einzubeziehen.
Künftig wird Handschutz, der nach der Norm ANSI/ISEA 105 getestet wurde, nun mit dem neuen Piktogramm gekennzeichnet, wie unten gezeigt.
Die ANSI/ISEA 105-Bewertungen repräsentieren die folgenden Schutzeigenschaften: A. Schnittfestigkeit (in der Mitte) – Stufen A1–A9B. Abriebfestigkeit (innen links) – Stufe 0–6 C. Durchstichfestigkeit, Nicht-Injektionsnadel (innen rechts) – Stufe 0–5
Das EN388-Piktogramm wird weiterhin in der folgenden Reihenfolge gekennzeichnet:
Der beste Weg, um sicherzustellen, dass Arbeiter die richtigen Schutzhandschuhe tragen, besteht darin, mit Ihren Sicherheits- und Gesundheitsexperten und Handschuhhändlern zusammenzuarbeiten, um vor Ort Gefahrenbewertungen durchzuführen. Achten Sie bei der Auswahl des Handschutzes auf die ANSI/ISEA 105- und/oder EN388-Piktogramme, um sicherzustellen, dass die Handschuhe getestet wurden und die entsprechenden Leistungseigenschaften für die jeweilige Aufgabe bieten.
Anmerkung des Herausgebers: Dieser Artikel stellt die unabhängige Meinung des Autors dar und sollte nicht als Empfehlung des National Safety Council ausgelegt werden.
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